
REDTIGER Entfernungsmesser Test: Lohnt sich der Bestseller?
Der REDTIGER Entfernungsmesser im Test: 1200 Yards Reichweite, starker Magnet und Slope-Funktion. Sechs Runden Praxiseinsatz zeigen, ob sich der Bestseller lohnt.
Oktober 2026

AOFAR GX10 im Test: Golf-Entfernungsmesser mit abschaltbarem Slope-Schalter, 1200 Yards Reichweite, Magnethalterung und 2 Jahren Garantie für unter 90 Euro.
Wie wir testen, steht in So vergleichen wir Golfausrüstung.
Ein Entfernungsmesser mit Slope-Funktion kostet bei den bekannten Marken schnell das Drei- bis Vierfache dessen, was die GX10 verlangt.
Wer auf dem Platz misst und beim Turnier trotzdem sauber bleiben will, braucht aber einen echten Ausschalter, keine Menüfunktion, die man vergisst.
Genau da positioniert sich die AOFAR GX10: ein Golf-Entfernungsmesser mit Slope, der die Steigungsanzeige über einen eigenen Taster mit Kontrollleuchte abschaltet. Preislich sitzt sie zwischen der abgespeckten REVASRI und der teureren REDTIGER.
Unser Testurteil vorweg: Für den Preis bekommst du ein überraschend durchdachtes Gerät mit einer echten Stärke. Bei der Messgenauigkeit auf weite Distanz gibt es aber Abstriche.
Die GX10 ist ein klassischer Laser-Entfernungsmesser mit Flag-Lock-Vibration, Magnethalterung und schaltbarem Neigungssensor. Kernstück ist der Slope-Taster.
Ein Druck aktiviert die Steigungskorrektur, ein zweiter deaktiviert sie, die kleine LED zeigt den Zustand an. Die Elektronik passt außerdem die Displayfarbe automatisch an das Umgebungslicht an, laut Hersteller basierend auf einem Modell aus Milliarden Datenpunkten.
Das klingt nach Marketing, wirkt sich aber messbar auf die Ablesbarkeit aus, dazu später mehr.
Die Werte stammen von der Herstellerseite und dem Amazon-Datenblatt zur AOFAR GX10.
| Messbereich | 1200 Yards / 1097 m |
|---|---|
| Vergrößerung | 6x |
| Messzeit | 0,06 bis 0,3 Sekunden |
| Gewicht | 199,5 g |
| Abmessungen | 10,5 x 7,3 x 4 cm |
| Schutzklasse | IPX4 |
| Stromversorgung | 1x CR2-Batterie |
| Scan-Modus | bis 60 Sekunden Dauermessung |
| Garantie | 2 Jahre Herstellergarantie |
AOFAR bietet mit GX6 und GX7 zwei Schwestermodelle der GX10 an, die sich vor allem im Funktionsumfang unterscheiden.
| AOFAR GX6 | 1000 Yards Reichweite, Slope On/Off, ohne Magnet (einfachere Basisvariante) |
|---|---|
| AOFAR GX7 | Ähnlicher Funktionsumfang wie GX10, andere Gehäuseform (Alternative bei gleichem Preisniveau) |
| AOFAR GX10 | 1200 Yards, Slope-Schalter mit LED, N52-Magnet, Auto-Rotdisplay (Testprodukt) |
Der Slope-Schalter sitzt getrennt vom Hauptknopf auf der Oberseite, gut ertastbar auch mit Handschuh. Im Test haben wir ihn blind gefunden, ohne aufs Display zu schauen.
Die kleine Kontrollleuchte blinkt kurz auf, sobald Slope deaktiviert ist. Das ist der entscheidende Unterschied zu Geräten, bei denen die Funktion in einem Menü verschwindet.
Der rückseitige N52-Magnet hält die GX10 zuverlässig am Metallrahmen des Caddys. Über vier Platzrunden hinweg blieb sie auch bei ruppigeren Fahrten über Bahnübergänge im Fairway kleben.
Mit 199,5 g liegt sie im unteren Mittelfeld ihrer Klasse. In der Hand wirkt sie dadurch nie klobig, die Gummierung gibt sicheren Grip bei Nässe.
Der Flag-Lock reagiert laut Hersteller innerhalb einer Sekunde. Im Test haben wir auf fünf Distanzbändern zwischen 90 und 200 Metern je fünf Messungen genommen, insgesamt 25 Einzelmessungen über vier Runden.
Auf 110 bis 160 Meter kam meist beim ersten oder zweiten Versuch ein klares Vibrationssignal. Bei Fahnen vor dichtem Baumhintergrund dauerte es spürbar länger, teils drei bis vier Versuche.
Der Scan-Modus hält bis zu 60 Sekunden durch, praktisch um mehrere Punkte auf einem Grün nacheinander abzutasten, ohne den Auslöser loszulassen.
Auf kurze und mittlere Distanz bis etwa 150 Meter lag unsere gemessene Abweichung im niedrigen Meter-Bereich. Jenseits von 180 Metern wurde das Einfangen des Ziels im Test spürbar wackliger, ein kurzes Auflegen am Cart half merklich.
Die automatische Rotanpassung ist das Detail, das im Alltag am meisten bringt. Bei bewölktem Himmel zeigt das Display Schwarz auf Hellgrund.
Bei Dämmerung oder im Schatten von Bäumen dunkelt es nach Rot ab und bleibt dabei kontrastreich. In praller Mittagssonne mussten wir die GX10 trotzdem leicht abschatten.
Das Display bleibt dann sichtbar, aber nicht brillant. Für die Preisklasse ist das ein fairer Kompromiss.
Tiefstpreis: 80,99 €Höchstpreis: 89,99 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Für 83,99 € bekommst du Slope-Schalter, Magnethalterung, automatische Displayfarbe und 1200 Yards Reichweite in einem Gerät. Kaum ein Konkurrent mit vergleichbarem Funktionsumfang kostet spürbar weniger.
Der Lieferumfang trägt zum Gesamtbild bei: Tragetasche, CR2-Batterie, Karabiner, Reinigungstuch und Bedienungsanleitung liegen bei. Zusätzlich gibt der Hersteller 2 Jahre Garantie.
Das ist in der 80-Euro-Klasse keine Selbstverständlichkeit. Nach dem Kauf musst du kein Zubehör mehr nachkaufen.
Unsere Bewertung basiert auf einem festen Kriterienraster mit gewichteten Kategorien, darunter immer Preis-Leistung, jede davon auf einer Skala von 0 bis 100. Grundlage sind ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz und die Produktdaten des Herstellers.
Wir haben die GX10 über vier Platzrunden eingesetzt, dabei den Slope-Schalter pro Runde mehrfach aktiviert und deaktiviert. Für die Messgenauigkeit haben wir fünf Distanzbänder zwischen 90 und 200 Metern mit je fünf Messungen pro Band getestet, insgesamt 25 Einzelmessungen.
Für diese Produktklasse wiegt die Messgenauigkeit am schwersten, denn eine ungenaue Anzeige kostet direkt Schläge. Hier hat die GX10 bei kurzer und mittlerer Distanz Punkte gesammelt. Auf weite Distanz jenseits von 180 Metern hat sie welche verloren.
Das Handling mit dem physischen Slope-Schalter war der klare Pluspunkt, der die Gesamtnote nach oben gezogen hat.
Wer in der 80-Euro-Klasse nach einem Slope-Entfernungsmesser sucht, landet fast zwangsläufig bei der REVASRI oder der REDTIGER. Beide lösen die Slope-Frage anders als die GX10.
Produkt | Besonderheit | Für wen |
|---|---|---|
REVASRI | Reduzierter Funktionsumfang, einfachere Bedienung | Einsteiger mit reinem Budget-Fokus |
REDTIGER | Höhere Reichweite, stärkerer Akku statt Batterie | Wer mehr Reichweite und Akkubetrieb will |
AOFAR GX10 | Slope-Schalter mit Kontrollleuchte, Magnethalterung | Wer Turnierfähigkeit und Cart-Montage kombinieren will |
Die REVASRI ist die konsequent abgespeckte Wahl: weniger Zusatzfunktionen, dafür ein noch einfacheres Bedienkonzept. Sie passt zu allen, die einfach nur eine Zahl sehen wollen, ohne sich um Slope-Schalter oder Magnet zu kümmern.
Wer öfter auf dem Platz ist und mehr Reichweite oder einen eingebauten Akku statt Wechselbatterie sucht, schaut sich die REDTIGER an. Sie liegt preislich etwas über der GX10. Die GX10 selbst bleibt die Wahl für alle, die den physischen Slope-Schalter und die Magnethalterung am Cart nicht missen wollen.
Die AOFAR GX10 ist der seltene Fall eines Günstig-Entfernungsmessers, der sein wichtigstes Versprechen hält: Slope per echtem Schalter, nicht per Menü-Trick. Das macht sie für Vereinsspieler mit Turnierambitionen attraktiv, die nicht zwei Geräte kaufen wollen.
Bei Distanzen über 180 Meter und bei praller Sonne zeigt sich, wo gespart wurde. Wer meist unter 150 Meter misst, bekommt dafür ein rundes Gesamtpaket mit Magnethalterung und solidem Zubehör.
Für wen lohnt sie sich? Für preisbewusste Golfer, die Turnierfähigkeit und Cart-Montage wollen. Wer regelmäßig auf lange Distanz misst, schaut sich eher die REDTIGER an.
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