BeeGon GT-X400 Pro im Test: Lohnt sich der günstige E-Trolley?

© AmazonElektrischer Golftrolley in Silber mit weißen Rädern und schwarzem Griff vor weißem Hintergrund
74 %Oktober 2026golfsportvergleich
TESTERGEBNIS

Der BeeGon Golftrolley GT-X400 Pro im Test: günstiger Einstieg in den Elektro-Golftrolley, aber mit 19,5 kg Blei-Akku-Gewicht als Preis dafür.

Kirill Seregin
Testbericht von
Aktualisiert am
23.10.2026
Veröffentlicht am
23.10.2026

Wie wir testen, steht in So vergleichen wir Golfausrüstung.

Die Golftasche wiegt locker zehn Kilo, dazu kommen Schläger, Regenschirm und Wasserflasche. Wer das über 18 Löcher schiebt, merkt es im Rücken, spätestens am vierzehnten Loch.

Genau da setzt ein Elektro Golftrolley an, und der BeeGon GT-X400 Pro ist in seiner Blei-Akku-Version der günstigste Einstieg in diese Kategorie. Wir haben ihn mehrere Runden lang gefahren, mit kompletter Golfausrüstung im Taschenhalter.

Vorweg das Wichtigste: Der niedrige Preis hat einen konkreten Preis, und der heißt 19,5 Kilogramm Gesamtgewicht. Das ist spürbar mehr, als man beim Rein- und Rausheben aus dem Kofferraum erwartet, wenn man von einem Einstiegsgerät ausgeht.

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So testen wir

Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, darunter immer Preis-Leistung, jedes einzeln von 0 bis 100 bewertet und zur Gesamtnote zusammengeführt.

Für diesen Test haben wir den BeeGon GT-X400 Pro über mehrere Runden auf einem hügeligen Platz gefahren, mit kompletter Golfausrüstung im Taschenhalter. Bewertet haben wir Handling, Power und Preis-Leistung.

Für diese Produktklasse wiegt Handling am schwersten. Ein Trolley, den man kaum heben kann, nervt bei jedem Transport, egal wie gut der Motor funktioniert.

Genau das hat beim GT-X400 Pro Punkte gekostet: Die 19,5 kg sind der Hauptgrund für die Abzüge. Punkte eingebracht haben die zuverlässige Steigfähigkeit und der niedrige Preis.

Grundlage der Bewertung sind ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz und die Produktdaten des Herstellers.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Günstigster Einstieg in die GT-X400-Reihe
  • Zuverlässige Steigfähigkeit bis 18 Prozent
  • Reichweite locker für eine komplette Runde
  • Stabiler Aluminiumrahmen mit hoher Zuladung
  • Schneller Klappmechanismus

Nachteile

  • 19,5 kg Gesamtgewicht, spürbar beim Transport
  • Motorbremse statt mechanischer Bergbremse
  • Deutlich schwerer als die eigene Lithium-Version

Der Aluminiumrahmen ist die Basis fast aller Elektro-Trolleys in dieser Preisklasse, auch beim GT-X400 Pro. Er ist leicht genug für ein vertretbares Leergewicht und stabil genug für eine Zuladung von bis zu 35 kg laut Herstellerangabe.

Angetrieben wird der Trolley von einem 12-Volt-Motor, der laut Hersteller Steigungen bis 18 Prozent bewältigt. In der Blei-Variante steckt dahinter ein 33-Ah-Akku, der dem Trolley sein Gewicht gibt, aber auch seine Reichweite.

Technische Eckdaten

Die Eckdaten der Blei-Akku-Version im Überblick.

Technische Eckdaten
Motor12 V Elektromotor
Akku33 Ah Blei-Akku
ZuladungBis 35 kg
SteigfähigkeitBis 18 %
HöchstgeschwindigkeitCa. 8 bis 8,5 km/h
ReichweiteBis 20 km
Ladezeit2 bis 4 Stunden
Gewicht komplett19,5 kg
RahmenmaterialAluminium

Handling

Beim Zusammenklappen funktioniert der BeeGon GT-X400 Pro wie erwartet: Rahmen einklappen, Räder ab, fertig. Das dauert keine Minute.

Der Unterschied zu leichteren Trolleys zeigt sich beim Heben. Mit 19,5 kg komplett ist der GT-X400 Pro in der Blei-Version spürbar schwerer als die eigene Lithium-Variante desselben Modells mit 11,2 kg.

Das ist mehr als das Doppelte am Gewicht, das man aus dem Kofferraum wuchten muss. Im direkten Vergleich zum Feld der Elektro-Trolleys liegt die Blei-Version damit klar am oberen Ende.

Wer den Trolley täglich transportiert, etwa zu wechselnden Plätzen, spürt diesen Unterschied bei jedem Ein- und Ausladen. Wer ihn meist stehen lässt, etwa im eigenen Vereinsschließfach, merkt davon deutlich weniger.

Power

Der 12-Volt-Motor zieht den Trolley auch an Steigungen zuverlässig nach oben. Auf einem hügeligen Platz mit mehreren spürbaren Anstiegen hatten wir keinen Moment, in dem der Motor überfordert wirkte.

Bergab übernimmt die Motorbremse, keine klassische mechanische Bergbremse. Sie bremst spürbar, aber nicht so bissig wie eine echte Feststellbremse an sehr steilen Abfahrten.

Bei moderatem Gefälle reicht das völlig, bei kurzen, steilen Passagen muss man selbst leicht gegenhalten.

Für die Reichweite spielt der 33-Ah-Akku seine Stärke aus: Für eine einzelne Runde bis 18 Loch reicht die Ladung bei normalem Gebrauch locker, auch an Tagen mit mehr Steigungen.

Für Gelegenheitsspieler, die ein- bis zweimal pro Woche spielen, ist das genug Puffer, ohne jedes Mal ans Nachladen denken zu müssen.

399 Euro für einen Elektro Golftrolley ist ein Preis, der unterhalb der meisten Lithium-Modelle am Markt liegt. Gerechnet auf eine Saison mit etwa 25 Runden sind das rund 16 Euro pro Golftag, bevor man den Trolley überhaupt verkauft oder weitergibt.

Für das Geld bekommt man einen funktionierenden Motor, brauchbare Reichweite und soliden Rahmen. Die eigene Lithium-Variante desselben Modells kostet mehr, dafür wiegt sie nur 11,2 kg statt 19,5 kg.

Wer das Budget hat, sollte direkt dorthin greifen: Der Aufpreis zahlt sich über Jahre bei jedem Transport aus.

Für alle, die den Trolley selten bewegen oder ohnehin fast immer am gleichen Platz stehen lassen, ist der niedrige Einstiegspreis der Blei-Version ein echtes Argument. Wer dagegen oft den Kofferraum packt oder Treppen überwinden muss, zahlt das gesparte Geld in Muskelkraft zurück.

Preis-Verlauf und Preis-Leistung

Tiefstpreis: 399,00 €Höchstpreis: 399,00 €Zeitraum 3 M

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Alternativen

Wer mehr Budget hat oder weniger Gewicht tragen will, findet im Feld der Elektro-Golftrolleys einige Alternativen zur Blei-Version des GT-X400 Pro.

Produkt

Unterschied

Für wen

JuCad Carbon Travel 2.0

Karbonrahmen, nur 5,8 kg Gestell

Wer maximal wenig Gewicht transportieren will

Tour Made RT-610S

Lithium-Akku, aufgeräumtes Zubehörpaket

Wer ein etabliertes Mittelklasse-Modell sucht

Parccurate Kolibri

Edelstahlrahmen, Lithium-Akku

Wer Robustheit vor Leichtgewicht stellt

Der JuCad Carbon Travel 2.0 spielt preislich in einer ganz anderen Liga, bietet dafür aber ein Gestellgewicht, von dem die Blei-Version des GT-X400 Pro weit entfernt ist. Für Golfer, die den Trolley oft tragen statt nur schieben, ist das der entscheidende Unterschied.

Der Tour Made RT-610S liegt preislich deutlich über dem BeeGon, bringt dafür aber einen Lithium-Akku und ein durchdachteres Zubehörpaket mit. Wer ohnehin mehr ausgeben will, bekommt hier ein ausgereifteres Gesamtpaket.

Der Parccurate Kolibri setzt auf Edelstahl statt Aluminium und einen Lithium-Akku. Das macht ihn robuster, aber auch schwerer als reine Carbon- oder Aluminium-Lithium-Modelle, bei spürbar höherem Preis als die Blei-Version des GT-X400 Pro.

Varianten: Blei- und Lithium-Akku im Vergleich

Der GT-X400 Pro ist auch mit Lithium-Akku erhältlich, bei deutlich geringerem Gewicht.

Varianten: Blei- und Lithium-Akku im Vergleich
MerkmalGT-X400 Pro BleiGT-X400 Pro Lithium
Akkutyp33 Ah Blei-Akku20 Ah Lithium-Akku
Gewicht komplett19,5 kg11,2 kg
LadezeitLänger als LithiumKürzer, ca. 2 bis 4 Std.
ReichweiteBis 20 kmBis 20 km
ZuladungBis 35 kgBis 30 kg laut Hersteller

Fazit

74 / 1003,7
62 / 100
Handling
80 / 100
Power
82 / 100
Preis-Leistung

Ergebnis

Der BeeGon GT-X400 Pro mit Blei-Akku ist der günstigste Weg in einen Elektro Golftrolley. Motor und Reichweite überzeugen für eine normale Runde, die Steigfähigkeit stimmt.

Das Gewicht von 19,5 kg ist der klare Kompromiss. Für Gelegenheitsspieler, die den Trolley selten transportieren oder meist am gleichen Platz lassen, ist das vertretbar.

Wer regelmäßig Kofferraum oder Treppen bewältigen muss und das Budget hat, sollte direkt zur Lithium-Version greifen. Der Aufpreis zahlt sich bei jedem Transport aus.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Zusammengeklappt kommt die Blei-Version auf ein Packmaß von rund 84 x 59 x 30 cm, laut Hersteller für die Modellreihe. Das passt in die meisten Kombi- und Limousinen-Kofferräume. Bei kleineren Kleinwagen kann es je nach weiterem Gepäck eng werden. Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf die eigenen Kofferraummaße, gerade wenn noch eine zweite Golftasche mitfährt.

Die beiden Akkutypen sind als komplett unterschiedliche Varianten des GT-X400 Pro konzipiert, nicht als nachträglich austauschbares Zubehör zum gleichen Preis. Ein Wechsel würde bedeuten, einen separaten Lithium-Akku samt passendem Ladegerät zu beschaffen. Das frisst den Preisvorteil der Blei-Version wieder auf. Wer von Anfang an Lithium will, kauft besser direkt die Lithium-Variante.

Blei-Akkus mögen keine vollständige Tiefentladung, also nach jeder Runde möglichst zeitnah wieder aufladen statt den Akku leer stehen zu lassen. Bei längerer Nichtnutzung, etwa über Winter, den Akku kühl und trocken lagern. Zusätzlich alle paar Wochen nachladen, damit die Spannung nicht zu weit absinkt. Das verlängert die Lebensdauer spürbar gegenüber einem Akku, der monatelang leer in der Garage steht.

Der GT-X400 Pro selbst wird ohne Fernbedienung ausgeliefert und per Steuerknöpfen direkt am Griff bedient. Für eine ferngesteuerte Fahrfunktion bietet BeeGon andere Modelle der eigenen Reihe mit Fernbedienung an. Die bringen aber einen anderen Rahmen und ein höheres Preissegment mit. Wer gezielt Fernsteuerung sucht, braucht also ein anderes Modell aus dem BeeGon-Sortiment.

BeeGon GT-X400 Pro