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Oktober 2026

Tour Made RT-610S im Test: Der meistverkaufte E-Trolley auf Amazon.de mit Bergabbremse, viel Zubehör und fairem Preis im Praxischeck.
Wie wir testen, steht in So vergleichen wir Golfausrüstung.
Ein hügeliger Heimatplatz macht viele E-Trolleys nervös: Sobald es bergab geht, zieht das Gerät nach vorne, und du läufst dem eigenen Bag hinterher. Genau dieses Problem adressiert der Tour Made RT-610S mit seiner elektronischen Bergabfahrbremse, einem Feature, das in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit ist.
Der RT-610S ist aktuell der meistverkaufte Elektro-Golftrolley auf Amazon.de, mit über 1.000 Bewertungen. Das liegt weniger an überlegener Technik als an der Kombination aus niedrigem Einstiegspreis, kompletter Zubehörausstattung und eben jener Bremse.
Unser Testurteil vorweg: Für flache bis moderat hügelige Plätze ist der RT-610S ein echtes Preis-Leistungs-Modell mit spürbaren Komfortgewinnen.
Wer regelmäßig auf wirklich steilen Kursen unterwegs ist, stößt an die Grenzen der Technik und sollte eher zu einem Modell mit echtem Hangausgleich greifen.
Wir haben den RT-610S über sechs Golfrunden auf drei verschiedenen Plätzen eingesetzt, davon einen mit spürbaren Steigungen und Quergefälle, zwei flach bis moderat hügelig. Auf- und Abbau haben wir jeweils mit der Stoppuhr begleitet, die Bergabbremse gezielt an drei unterschiedlichen Gefällestufen getestet.
Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, darunter immer Preis-Leistung, jedes einzeln von 0 bis 100 bewertet, auf derselben Skala wie bei jedem anderen Trolley, den wir testen. Bewertet haben wir Handling, Power und Preis-Leistung.
Am stärksten schlägt bei dieser Produktklasse das Kriterium Power zu Buche, weil die Bergfahrt über Komfort und Sicherheit auf dem Platz entscheidet. Punkte eingebracht hat die zuverlässige Bergabbremse auf moderaten Gefällen. Punkte gekostet hat der fehlende Hangausgleich bei Querneigung. Grundlage unserer Bewertung ist ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz sowie die Produktdaten des Herstellers.
Die technische Grundidee des RT-610S ist unspektakulär, aber durchdacht. Der Aluminiumrahmen ist pulverbeschichtet und soll laut Hersteller rostfrei und langlebig sein.
Der Antrieb sitzt über ein Carbon-Differentialgetriebe an der Hinterachse. Ein Differentialgetriebe erlaubt es den beiden Hinterrädern, unterschiedlich schnell zu drehen, etwa in der Kurve. Das macht den Trolley wendiger als Modelle mit starrer Achse.
Dazu kommt das Quickfold-System, mit dem sich der Trolley in wenigen Handgriffen zusammenlegen lässt, ohne Werkzeug oder große Kraftanstrengung.
Die Eckdaten des Tour Made RT-610S im Überblick, mit Einordnung in Klammern.
| Gewicht Rahmen | 6,9 kg (ohne Akku, im Mittelfeld der Preisklasse) |
|---|---|
| Gewicht Akku | 1,3 kg (Lithium-Ion, 25,9V/8Ah) |
| Akku-Reichweite | 27 bis 36 Loch (Herstellerangabe je nach Gelände) |
| Packmaß gefaltet | 59 x 81 x 32 cm (passt in gängige Caddyboxen) |
| Motorleistung | 2 x 200 Watt (Differentialantrieb an Hinterachse) |
| Geschwindigkeit | 0 bis 9 km/h (stufenlos regelbar) |
| Bremse | Elektronische Bergabfahrbremse (kein Hangausgleich) |
| Garantie | 2 Jahre Elektronik/Akku, 5 Jahre Rahmen (Herstellerangabe) |
Das Zusammenlegen geht fix: eine Schraube lösen, Rahmen nach unten klappen, Räder abziehen, fertig. In der Praxis sind das wenige Sekunden, kein umständliches Werkzeug nötig.
Der schmale Radstand von nur 59 cm mit montierten Hinterrädern ist der Grund, warum der RT-610S in nahezu jede Caddybox passt, auch in ältere, engere Modelle. Das ist ein echter Alltagsvorteil gegenüber breiter bauenden Trolleys.
Beim Schieben und Lenken merkt man das Differentialgetriebe sofort: Der Trolley folgt engen Kurven, ohne dass ein Rad blockiert oder quietscht. Auf dem Fairway lässt er sich mit einer Hand präzise um Bunker herum navigieren. Das Carbon-Getriebe läuft dabei spürbar leiser als bei vielen Einzelradantrieben in dieser Preisklasse.
Die Bergabfahrbremse ist das Feature, das den RT-610S von vielen Einsteigermodellen abhebt. Fährt der Trolley bergab, bremst die Elektronik automatisch, ohne dass du eingreifen musst. Auf moderaten Gefällen, wie sie auf den meisten deutschen Plätzen vorkommen, funktioniert das zuverlässig und ruhig.
An echten Steilhängen zeigt sich die Grenze der Technik: Die Bremse reguliert die Geschwindigkeit, gleicht aber keine seitliche Schräglage aus. Läuft der Trolley quer zum Hang, zieht er spürbar zur tieferen Seite, weil ihm der Hangausgleich fehlt, den teurere Modelle mit verstellbarer Achsneigung bieten.
Im direkten Vergleich zum Motocaddy M1 wirkt der RT-610S an diesen Stellen weniger souverän. Der Motocaddy kompensiert seitliche Neigung über sein Fahrwerk deutlich spürbarer, der RT-610S verlässt sich allein auf die Bremsfunktion. Wer seinen Platz mit echten Steilstücken und Querneigung beschreiben würde, merkt diesen Unterschied.
Der RT-610S ist in mehreren Rahmenfarbkombinationen erhältlich, technisch identisch.
| Silber/Schwarz | Getestete Ausführung, neutraler Look |
|---|---|
| Silber/Silber | Durchgehend helle Rahmenfarbe |
| Schwarz/Schwarz | Dezente, dunkle Optik |
| Weiß/Weiß | Hellste Variante, zeigt Gebrauchsspuren schneller |
| Schwarz/Rot | Farbakzent für sportlicheren Auftritt |
Tiefstpreis: 989,00 €Höchstpreis: 1.049,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Bei 1.049,00 € und einer Akku-Reichweite von 27 bis 36 Loch liegt der Preis pro Runde bei grob 29 bis 39 Euro, wenn man die Anschaffung auf eine einzelne Ladung herunterrechnet. Realistischer ist die Rechnung über eine Saison mit vielen Runden.
Bei 40 Einsätzen pro Jahr landet man bei rund 26 Euro pro Runde im ersten Jahr, in den Folgejahren nahe null außer Stromkosten.
Der Motocaddy M1 kostet als reine Markenalternative spürbar mehr. Dafür liefert er ein durchdachteres Fahrverhalten am Hang, aber ohne das umfangreiche Zubehörpaket, das beim RT-610S bereits im Preis steckt: Schirmhalter mit Easy-Click-System, Scorecardhalter, Akkuhalterung und Verlängerungskabel.
Wer diese Teile beim Markenwettbewerb einzeln nachkaufen muss, gleicht den Preisunterschied zum RT-610S schnell wieder aus. Genau das ist der Punkt, der den RT-610S zum Bestseller macht: nicht die überlegene Technik, sondern die Rechnung aus Grundpreis plus Zubehörwert.
Wer mit dem RT-610S liebäugelt, aber höhere Ansprüche an die Berg-Performance hat oder woanders sparen will, sollte sich diese Modelle ansehen.
Produkt | Unterschied | Für wen |
|---|---|---|
Motocaddy M1 | Markenqualität mit besserem Hangverhalten | Wer auf Steilhängen spielt und mehr zahlen will |
Tour Made RT-630S | Mehr Ausstattung, höherer Rahmenpreis | Wer zusätzliche Features wie Rückwärtsgang sucht |
GolfRolfe 14613 | Follow-Me-Funktion statt Bergabbremse | Wer lieber automatisch folgen lässt als schiebt |
Jucad Carbon Shadow | Zweirad-Konzept, leichterer Rahmen | Wer maximale Wendigkeit auf engen Fairways sucht |
Der Motocaddy M1 ist die naheliegendste Markenalternative für alle, die den Aufpreis für ein durchdachteres Fahrwerk am Hang akzeptieren.
Der Tour Made RT-630S bleibt in der eigenen Produktfamilie, kostet aber mehr und bringt zusätzliche Features wie einen Rückwärtsgang mit, die der RT-610S nicht hat.
Der GolfRolfe 14613 verfolgt ein anderes Konzept und eignet sich für Golfer, die statt einer Bremsfunktion lieber eine automatische Folgefunktion nutzen wollen.
Der Jucad Carbon Shadow ist als Zweiradtrolley leichter und wendiger gebaut, dafür ohne den dritten Radkontakt für zusätzliche Stabilität am Hang.
Der Tour Made RT-610S ist ein solider Allrounder für flache bis moderat hügelige Plätze. Die Bergabbremse funktioniert zuverlässig, das Zubehörpaket macht Zusatzkäufe überflüssig, und der schmale Radstand löst das Caddybox-Problem vieler Trolleys.
Für wen er passt: Golfer mit überwiegend flachem bis leicht hügeligem Heimatplatz, die Wert auf ein komplettes Paket zum fairen Preis legen.
Für wen nicht: Wer regelmäßig auf steilen Kursen mit starker Querneigung spielt, bekommt beim Motocaddy M1 das bessere Hangverhalten, muss dafür aber deutlich tiefer in die Tasche greifen.
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