Vice Pro Erfahrungen: Schlägt der Münchner D2C-Ball den Pro V1?

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© AmazonWeiße Verpackung mit Golfball-Grafik in Lila und Aufschrift Vice Pro Galaxy
89 %November 2026golfsportvergleich
TESTERGEBNIS

Der Vice Pro im Test: Wir prüfen, ob der Vice Pro Golfbälle wirklich mit dem Pro V1 mithält und wo er beim Preis pro Dutzend deutlich punktet.

Kirill Seregin
Testbericht von
Überprüft durch
Aktualisiert am
04.11.2026
Veröffentlicht am
04.11.2026

Wie wir testen, steht in So prüfen wir Golfausrüstung.

Gesamtwertung

89/ 100

  • Spielperformance92
  • Gefühl & Haltbarkeit84
  • Preis-Leistung93

Skala 0-100 Punkte. Wie wir bewertenCopyright © 2026 golfsportvergleich

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Wedge-Spin nahezu identisch zum Pro V1
  • Deutlich günstiger pro Dutzend
  • Weiches, angenehmes Putting-Gefühl
  • Konsistente Carry-Distanz über mehrere Schlägerklassen
  • Direktvertrieb mit Mengenrabatt

Nachteile

  • Hülle zeigt schneller Schürfstellen als der Pro V1
  • Weniger Treffgeräusch-Feedback für Spieler, die das mögen
  • Nur über Vice-Direktkanal bzw. Amazon erhältlich
  • Keine große Farbpalette wie bei manchen Konkurrenten

Fazit

89 / 1004,5
92 / 100
Spielperformance
84 / 100
Gefühl & Haltbarkeit
93 / 100
Preis-Leistung

Testergebnis: 89/100

Der Vice Pro liefert beim Wedge-Spin fast exakt das, was der Pro V1 kann, und kostet dabei pro Dutzend deutlich weniger. Für Golfer mit mittlerer bis hoher Schwunggeschwindigkeit, die Pro-V1-Niveau wollen, ist das eine klare Kaufempfehlung.

Wer wirklich jeden rpm Wedge-Spin braucht oder größten Wert auf eine makellose Hülle über die ganze Rundenzeit legt, greift weiterhin zum Pro V1. Für fast alle anderen ist der Vice Pro die vernünftigere Wahl.

Pro V1 kaufen und bei jedem Dutzend draufzahlen, oder einem D2C-Ball vertrauen, von dem man nicht weiß, ob er wirklich mithält? Genau vor dieser Frage steht, wer sich gerade neue Bälle holen will.

Der Vice Pro kommt aus München, verkauft ausschließlich direkt an den Kunden und tritt mit genau einem Anspruch an: die Leistung eines Premium-Balls liefern, ohne den Premium-Aufpreis.

Wir haben den Vice Pro über sechs Runden und mehrere Kurzspiel-Sessions gegen den Pro V1 aus unserem eigenen Bag gestellt.

Unser erstes Urteil nach dem Test: Der Vice Pro trifft die Spielperformance des Pro V1 fast punktgenau. Für die meisten Golfer ist er deshalb die klügere Wahl, nur Spieler mit sehr speziellen Spin-Ansprüchen sollten genauer hinschauen.

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Technische Daten

Die wichtigsten Werte des Vice Pro im Überblick.

Technische Daten
Konstruktion3-teilig
CoverUrethan (dünn gegossen)
Dimples318
Kompressionca. 90
FertigungTaiwan
FlugkurveMittlere Flughöhe
Wedge-Spin (Test)ca. 9.317 rpm
FarboptionenWeiß, Lime, Galaxy

Der Vice Pro ist ein dreiteiliger Golfball mit Urethan-Cover, gefertigt in Taiwan. Diese Bauweise ist exakt die Formel, mit der auch die etablierten Premium-Bälle arbeiten.

Ein Kern liefert Energie und Distanz, eine Zwischenschicht sorgt für Kontrolle, eine dünne Urethan-Hülle gibt Greenside-Spin und Feedback.

Vice positioniert den Ball bewusst als direkten Pro-V1-Herausforderer, nicht als Einsteigerball. Das merkt man an der Spec-Tabelle.

Spielperformance

Der Wedge-Spin ist der Punkt, an dem sich bei Golfbällen die Spreu vom Weizen trennt, und genau hier liefert der Vice Pro sein stärkstes Argument.

Beim vollen Wedge-Schlag kam er in unseren Messungen über mehrere Sessions auf im Schnitt rund 9.317 Umdrehungen pro Minute, bei 80 mph Schlägerkopfgeschwindigkeit mit dem Pitching Wedge.

Der Pro V1 liegt bei etwa 9.324 rpm. Der Unterschied von 7 rpm ist praktisch irrelevant, auf dem Grün merkt man ihn nicht.

Bei der Carry-Distanz zeigt sich dasselbe Bild. Mit Driver und Eisen bewegt sich der Vice Pro in einem Bereich, der dem Pro V1 so nah kommt, dass ein normaler Golfer den Unterschied beim Spielen nicht herausschlagen wird.

Für den Käufer heißt das: Wer den Pro V1 wegen seiner Greenside-Kontrolle spielt, bekommt beim Vice Pro dieselbe Stopp-Power auf dem Grün, nur zu einem deutlich niedrigeren Preis pro Dutzend.

Wer die Distanzkontrolle eigenständig überprüfen will, greift sinnvollerweise zu einem Laser-Entfernungsmesser. Unser REDTIGER Entfernungsmesser Test zeigt, wie genau sich Carry-Distanzen auf dem Platz nachmessen lassen.

Gefühl und Haltbarkeit

Am Putter und bei kurzen Annäherungen fühlt sich der Vice Pro spürbar weicher an als der Pro V1.

Der Unterschied ist kein Nebensatz, sondern das, was uns beim Umstieg zuerst aufgefallen ist: ein leiseres, gedämpfteres Treffgeräusch, dazu ein softeres Kontaktgefühl.

Wer Feedback über ein lautes, knackiges Treffgeräusch sucht, wird den Vice Pro zunächst als etwas gefühlsarm empfinden. Uns persönlich gefällt die weichere Variante besser, gerade beim Putten rollt der Ball sauber und kontrolliert.

Bei der Haltbarkeit der Hülle zeigte sich über unsere sechs Testrunden und zusätzliche Übungseinheiten im Bunker ein klarer Trend.

Der Vice Pro bekommt im Kurzspiel und bei Kontakt mit Bunkersand sichtbar schneller kleine Schürfstellen, als wir es vom Pro V1 gewohnt sind. Nach der dritten Runde zeigten zwei von drei getesteten Bällen deutliche Abriebspuren an der Seitennaht.

Das Cover bleibt dabei funktional intakt, Spin und Flugverhalten leiden nicht spürbar. Optisch sieht ein Vice Pro nach einer intensiven Runde aber abgenutzter aus.

Preisverlauf & Preis-Leistung

Tiefstpreis: 60,94 €Höchstpreis: 66,30 €Zeitraum 3 M

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Der Vice Pro kostet im Test rund 50,85 Euro für ein Dutzend (54,32 €), umgerechnet also etwa 4,24 Euro pro Ball.

Der Pro V1 bewegt sich deutlich darüber, ein Dutzend liegt häufig 15 bis 20 Euro höher.

Auf ein Golfjahr mit mehreren Dutzend verlorenen oder verschlissenen Bällen summiert sich das schnell zu einem zweistelligen Betrag, der sich sinnvoller in Greenfees oder eine Platzreife-Stunde stecken lässt.

Wer direkt bei Vice Golf bestellt, kauft über das herstellereigene Partnerprogramm, das aktuell 6 Prozent Cashback auf den Bestellwert gibt.

Das macht den ohnehin niedrigeren Preis noch einmal etwas attraktiver, ohne dass man auf einen Drittanbieter mit Fantasiepreisen ausweichen muss.

Genau diese Rechnung, nicht der reine Marketingvergleich, macht den Vice Pro für die meisten Golfer zur klar besseren Preis-Leistungs-Wahl. Nur wer jeden einzelnen rpm beim Wedge-Spin braucht, zahlt beim Pro V1 für etwas, das er im Spiel kaum merkt.

Testmethodik

Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, Preis-Leistung immer inklusive, jedes Kriterium von 0 bis 100 bewertet, auf derselben Skala wie bei jedem anderen Golfball, den wir testen.

Wir haben den Vice Pro über sechs Runden auf dem Platz sowie mehrere separate Kurzspiel-Sessions mit insgesamt rund 40 Wedge-Schlägen getestet, parallel zum Pro V1 aus unserem eigenen Bag.

Wedge-Spin haben wir über diese Schläge mit dem Pitching Wedge bei etwa 80 mph Schlägerkopfgeschwindigkeit verglichen, dazu kam die Beobachtung der Hülle über die gesamte Testdauer von sechs Runden.

Bewertet haben wir Spielperformance, Gefühl & Haltbarkeit und Preis-Leistung.

Für einen Käufer, der auf Pro-V1-Niveau spielen will, zählt die Spielperformance am meisten, denn genau da entscheidet sich, ob ein günstigerer Ball wirklich mithalten kann.

Den Ausschlag gab hier der nahezu identische Wedge-Spin, Punkte gekostet hat die schnellere Schürfanfälligkeit der Hülle im Kurzspiel.

Grundlage der Bewertung ist ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz plus die Produktdaten des Herstellers.

Alternativen

  • Weiß-schwarzer Entfernungsmesser mit Schriftzug REDTIGER, roter Taste, Seitenansicht vor weißem HintergrundREDTIGER Entfernungsmesser
    135,99 €UVP 145,99 €−10 €
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Wer nicht exakt das Profil des Vice Pro sucht, findet in der Golfball-Welt einige Alternativen für andere Prioritäten.

Produkt

Unterschied

Für wen

Titleist Pro V1

Minimal höherer Wedge-Spin, höherer Preis

Spin-Puristen, die jeden rpm brauchen

Callaway Chrome Tour

Ähnliches Preissegment, anderes Kompressionsgefühl

Wer ein festeres Treffgeräusch mag

Wilson Staff Model

Vergleichbarer Preis, weniger bekannter Direktvertrieb

Wer im Fachhandel kaufen will

Der Titleist Pro V1 bleibt die Referenz für Spieler, die auf das letzte Quäntchen Greenside-Kontrolle nicht verzichten wollen und bereit sind, dafür den Aufpreis zu zahlen.

Der Callaway Chrome Tour spielt in einer ähnlichen Preisklasse wie der Vice Pro, fühlt sich aber spürbar fester an und spricht Golfer an, die mehr akustisches Feedback vom Treffmoment wollen.

Der Wilson Staff Model liegt preislich nah am Pro V1, bietet aber keinen Direktvertriebs-Rabatt wie Vice. Er passt zu Golfern, die lieber im stationären Handel kaufen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Der Vice Pro ist primär für Schwunggeschwindigkeiten im mittleren bis oberen Bereich ausgelegt, laut Hersteller etwa 95 bis 110 mph Driver-Schwunggeschwindigkeit. Golfer mit deutlich langsamerem Schwung bringen den Ball oft nicht optimal zum Komprimieren und verschenken dadurch Distanz. Für sie lohnt sich eher ein Blick auf weichere, niedrig komprimierte Bälle aus demselben Marktsegment.

Der Vice Pro Plus ist das vierteilige, festere Schwestermodell mit rund 100 Kompression, gebaut für höhere Schwunggeschwindigkeiten und etwas mehr Spin von Fairway und Tee. Der Vice Pro ist dreiteilig, weicher im Gefühl und eher auf ausgewogene Performance über alle Schlägerklassen ausgelegt. Wer am Putter und bei kurzen Annäherungen ein softeres Feedback mag, ist beim Vice Pro richtig. Wer maximale Kontrolle bei hoher Schwunggeschwindigkeit sucht, ist eher beim Pro Plus richtig.

Vice staffelt die Preise nach Bestellmenge: Je mehr Dutzend man auf einmal bestellt, desto niedriger der Preis pro Dutzend. Schon ab drei Dutzend sinkt der Stückpreis spürbar. Ab fünf Dutzend und mehr ist der Rabatt am größten. Für Golfer, die regelmäßig spielen und Bälle verlieren, lohnt sich deshalb eine größere Bestellung mehr als viele Einzelkäufe.

Eine pauschale Rundenzahl können wir nicht nennen, da die Haltbarkeit stark vom Kontakt mit Bunkersand, Cartwegen und hartem Terrain abhängt. In unserem Test über sechs Runden blieben Spin und Flugverhalten auch mit sichtbaren Schürfstellen stabil. Rein optisch würden wir einen Ball aber spätestens dann wechseln, wenn die Hülle an einer Stelle tiefere Kerben zeigt.

Vice Pro
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