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Oktober 2026

TaylorMade TP5 im Test: Wir haben den fünfschichtigen Premium-Ball auf Spin, Gefühl und Haltbarkeit geprüft und sagen, für wen er sich wirklich lohnt.
Wie wir testen, steht in So vergleichen wir Golfausrüstung.
Wer sich für einen Premium-Ball entscheidet, steht vor einer echten Wahl: Soll er maximale Länge vom Abschlag liefern oder maximale Kontrolle ums Grün? Genau an dieser Gabelung positioniert sich der TaylorMade TP5.
Er ist der fünfschichtige Tourball der Marke, mit mehr Spin und einem weicheren Gefühl als sein härterer Bruder, der TP5x. Im Feld der Premium-Bälle ist er damit klar der Spin- und Gefühlsball, nicht der Distanzkönig.
Unser erstes Urteil nach mehreren Runden: Der TP5 hält, was die fünf Schichten versprechen, aber nur, wenn dein Kontakt sauber genug ist, um davon zu profitieren.
Die Werte zeigen, wie der TP5 aufgebaut ist und wo er sich von reinen Distanzbällen unterscheidet.
| Konstruktion | 5-teilig, Urethan |
|---|---|
| Kompression | ca. 88 (mittel-weich) |
| Cover | Gegossenes Urethan |
| Dimples | 322 (Tour Flight Pattern) |
| Durchmesser | 42,7 mm (USGA-konform) |
| Gewicht | 45,7 g (USGA-Maximum) |
| Farboptionen | Weiß, Gelb, Stripe |
| Preis pro Dutzend | 57,99 € (ca. 4,83 € pro Ball) |
Die meisten Tourbälle begnügen sich mit drei oder vier Lagen. Der TP5 baut zusätzlich eine Mantelschicht ein, die Kern und Cover entkoppelt.
Das erlaubt TaylorMade, den Spin vom Driver bis zum Wedge getrennt abzustimmen, statt einen Kompromiss über den ganzen Schlägersatz zu fahren. Genau diese Abstimmbarkeit ist der rote Faden, der den ganzen Ball erklärt.
Um das Grün zeigt der TP5, wofür die fünf Schichten gebaut sind. Über drei Testrunden mit insgesamt zwei Dutzend Bällen haben wir mit frischen Wedge-Grooves aus 20 bis 30 Metern angespielt.
Die Backspin-Werte lagen dabei klar oberhalb von 8.000 U/min, typisch für diese Ballklasse. Das Cast-Urethan-Cover greift die Rillen auch auf leicht feuchtem Geläuf zuverlässig.
Der Ball checkt dann nach einem Hop fast auf der Stelle, das war bei allen drei Testrunden konsistent zu beobachten.
Im direkten Vergleich zum Titleist Pro V1 spinnt der TP5 ums Grün tendenziell eine Spur höher. Der Pro V1 bleibt dafür mit dem Eisen minimal berechenbarer in der Trajektorie.
Für Spieler, die aggressiv auf Fahnen spielen, ist das ein Punkt für den TP5. Der Nachteil liegt in der Konsequenz dieser Stärke: Wer sauber committen will, muss mit dem hohen Spin umgehen können, sonst frisst er sich selbst Länge vom Abschlag weg.
Die Kompression von rund 88 macht den TP5 spürbar weicher als den TP5x, der mit einer Kompression im Bereich von 95 deutlich fester daherkommt. Am Putter und bei kurzen Pitches merkt man das sofort: mehr Cushion, weniger hartes Klicken.
Vom Abschlag bleibt die Flugbahn trotzdem kontrolliert, das aktualisierte Dimple-Muster hält den Ball auch bei Seitenwind erstaunlich stabil auf Linie.
In Gegenwind verliert der TP5 spürbar weniger Carry als klassische hochspinnende Bälle. Er bleibt dabei aber etwas launischer als der TP5x, der mit seinem flacheren Flug und geringerem Driver-Spin hier die Nase vorn hat.
Wer explizit auf Distanz und einen durchstoßenden Flug mit dem Driver aus ist, sollte deshalb eher zum TP5x greifen. Der TP5 bleibt der Ball für alle, die das weichere Gefühl und den höheren Spin ums Grün über die letzten Meter von der Abschlagbox stellen.
Über eine komplette Runde mit 18 Löchern, inklusive Fairway-, Rough- und Bunkerkontakt, haben wir denselben Ball durchgehend gespielt. Das Urethan-Cover zeigt danach leichte Abriebspuren, vor allem an den Wedge-Treffpunkten.
Die Spinleistung blieb davon bis zum letzten Loch unbeeinflusst, bei den vollen Wedge-Shots lagen die Werte am 18. Loch im selben Bereich wie zu Rundenbeginn.
Bei der Fertigungskonsistenz überzeugt der TP5: Über die getesteten zwei Dutzend Bälle fiel uns keine spürbare Abweichung in der Kompression von Ball zu Ball auf.
Das ist keine Selbstverständlichkeit bei einem fünfschichtigen Aufbau, bei dem jede zusätzliche Lage auch eine zusätzliche Fehlerquelle in der Produktion sein kann.
Tiefstpreis: 57,99 €Höchstpreis: 68,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
57,99 Euro pro Dutzend bedeuten rund 4,83 Euro pro Ball. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von drei bis vier Bällen pro Runde liegst du damit bei etwa 14 bis 19 Euro Ballkosten pro Platzbesuch.
Im Premiumsegment ist das kein Ausreißer, sondern der übliche Preis für einen fünfschichtigen Tourball mit Urethan-Cover.
Lohnen tut sich das vor allem für ambitionierte Spieler mit sauberem, kontrolliertem Kontakt, die ihr Kurzspiel aktiv steuern wollen. Wer primär Distanz sucht oder den Ball häufig im Rough oder Wasser verliert, zahlt hier für eine Spin-Kontrolle, die er gar nicht abruft.
Unsere Bewertung basiert auf eigenem Praxiseinsatz über drei Testrunden mit zwei Dutzend Bällen plus den Produktdaten des Herstellers. Jedes Kriterium wird nach einem festen, gewichteten Verfahren von 0 bis 100 bewertet, Preis-Leistung ist dabei immer Teil der Scorecard.
Für diesen Test haben wir die Kriterien Spin & Kontrolle, Gefühl & Flug, Haltbarkeit & Konsistenz und Preis-Leistung herangezogen. Bei einem fünfschichtigen Premium-Ball wiegt Spin & Kontrolle am schwersten.
Genau für diese feine Abstimmbarkeit zwischen Driver und Wedge zahlt der Käufer den Aufpreis gegenüber einem einfachen Distanzball. Ist der Grünspin schwach, verliert der Ball seine gesamte Daseinsberechtigung in diesem Preissegment.
Punkte gekostet hat die spürbare Spin-Obergrenze bei schnellen Schwüngen, die bei unseren Wedge-Tests aus 20 bis 30 Metern auffiel. Punkte eingebracht hat die gleichbleibende Kompressionsqualität über die zwei getesteten Dutzend Bälle hinweg.
Wer nicht beim TP5 landet, hat im Premiumsegment durchaus Auswahl. Die Unterschiede liegen meist in der Balance zwischen Spin, Distanz und Gefühl.
Produkt | Unterschied zum TP5 | Für wen |
|---|---|---|
Titleist Pro V1 | Minimal mehr Driver-Spin, etwas berechenbarere Trajektorie | Wer eine noch engere Streuung mit langen Eisen sucht |
Callaway Chrome Soft | Niedrigere Kompression, leichter zu komprimieren | Golfer mit moderater Schwunggeschwindigkeit |
TaylorMade TP5x | Fester, geringerer Driver-Spin, mehr Carry | Schnelle Schwünge, die Distanz vor Gefühl stellen |
Der Titleist Pro V1 bleibt der Maßstab für Spieler, die mit langen Eisen eine minimal engere Schlagstreuung wollen und dafür eine Spur weniger Grünspin in Kauf nehmen.
Der Callaway Chrome Soft eignet sich für alle, deren Schwunggeschwindigkeit nicht ausreicht, um den TP5 zuverlässig zu komprimieren, er bietet ähnlich hohen Kurzspiel-Spin bei leichterer Kompression.
Der TaylorMade TP5x ist die naheliegendste Alternative innerhalb der eigenen Familie: gleiche fünf Schichten, aber fester, mit weniger Driver-Spin und mehr Carry für Spieler mit hoher Schwunggeschwindigkeit.
Der TaylorMade TP5 ist ein ausgereifter Premium-Ball für Spieler, die ihr Kurzspiel kontrollieren wollen, nicht für jene, die nur Länge suchen.
Die fünf Schichten liefern genau das, was sie versprechen: hohen, steuerbaren Spin ums Grün bei weichem Gefühl, mit kleinen Abstrichen bei sehr schnellen Schwüngen.
Kaufen, wenn: du sauberen Kontakt hast und dein Kurzspiel aktiv gestalten willst. Eher nicht, wenn: du primär Distanz suchst oder preisbewusst spielst, dort sind der TP5x oder ein günstigerer Ball die bessere Wahl.
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