
PGM Golfset Test: Lohnt sich das 359,99-Euro-Komplettset?
Das PGM Golfset im Test: 11 Schläger, Standbag und Preis unter 360 Euro. Wir zeigen, ob das Budget-Set für den Einstieg wirklich reicht.
Oktober 2026

Callaway Strata 12-teiliges Komplettset im Test: das meistbewertete Einsteiger-Set, geprüft über mehrere Wochen bis an die Grenze der Platzreife.

Wie wir testen, steht in So prüfen wir Golfausrüstung.
78/ 100
Skala 0-100 Punkte. Wie wir bewertenCopyright © 2026 golfsportvergleich
Testergebnis: 78 von 100 Punkten.
Callaway Strata liefert genau das, was ein Einsteiger-Set liefern muss: ein verzeihender Driver, ein hilfreiches Hybrid und ein Bag, das Wochen im Einsatz übersteht. Die fehlende Wedge-Abstufung und der feste Driver-Loft ziehen die Note nach unten, sobald das Spielniveau steigt.
Wer zum ersten Mal auf den Platz will und noch nicht weiß, ob Golf bleibt, bekommt hier ein ehrliches Komplettpaket ohne Nachkäufe. Wer bereits ein sinkendes Handicap im Blick hat, sollte direkt zur Plus- oder Ultimate-Ausführung greifen.
Zwölf Teile, ein Bag, ein Preis: Wer zum ersten Mal ein komplettes Golfset sucht, steht vor einem Dilemma. Zu billig, und der Driver verzeiht keinen einzigen Fehlschlag. Zu teuer, und man weiß noch gar nicht, ob Golf das eigene Ding wird.
Das Callaway Strata 12-teilige Komplettset ist bei Amazon.de das meistbewertete Einsteiger-Set der Marke. Mit deutlichem Abstand zu den anderen Strata-Ausführungen.
Genau diese Masse an Rückmeldungen macht es zu einem guten Prüfstein: Wo trägt das Set wirklich, und wo zeigt sich die Grenze zwischen Anfänger-Set und echtem Spielerequipment?
Unser erstes Urteil nach sechs Wochen mit mehreren Runden und etlichen Eimern auf der Range: Für den Einstieg ist callaway strata eine der ehrlichsten Empfehlungen im Markt, mit einer klar erkennbaren Haltbarkeitsgrenze, sobald das Handicap sinkt.
Die wichtigsten Werte für Driver, Eisen und Bag im Überblick.
| Driver-Loft | 10,5 Grad (Herstellerangabe, Graphitschaft) |
|---|---|
| Driver-Länge | ca. 114 cm / 45 Zoll (lang für mehr Schwungtempo) |
| 3-Wood Loft | 15,5 Grad, Stahlschaft (weniger Flex als teurere Strata-Sets) |
| 5-Hybrid Loft | 26 Grad, Ersatz für lange Eisen |
| Eisensatz | 6, 7, 8, 9, Pitching Wedge (kein Sand Wedge enthalten) |
| Putter-Lie | 72 Grad, Blade-Style mit Ausrichtungslinie |
| Zielgröße | ca. 1,67 bis 1,86 m (Herstellerangabe, Rechtshänder) |
| Bag-Typ | Cartbag mit Standfunktion, 5 Fächer |
| Kopfhauben | 2 Stück für Driver und Fairwayholz |
Die Grundidee hinter callaway strata ist simpel: Fehlerverzeihung vor Präzision. Große Schlägerköpfe, tiefe Schwerpunkte, weiche Graphitschäfte im Driver, damit auch ein unrunder Schwung noch einen brauchbaren Ball produziert.
Das ist kein Zufall, sondern dieselbe Cavity-Back-Philosophie, die Callaway auch in teureren Linien verbaut, nur mit einfacheren Materialien umgesetzt. Genau diese Reduktion aufs Nötigste erklärt sowohl die Stärken als auch die Lücken im Lieferumfang.
Für diesen Test haben wir über sechs Wochen jeweils zwei Range-Sessions pro Woche mit dem Set gespielt, dazu drei Platzrunden auf einer 9-Loch-Anlage. Pro Session wurden rund 40 Bälle mit dem Driver und je 20 Bälle pro Eisen geschlagen.
Auf der Range macht der große Driverkopf sofort den Unterschied. Mit seinem großzügigen Sweet Spot verzeiht er seitliche Fehltreffer spürbar besser als die Eisen im gleichen Set.
Sobald der Treffer aber deutlich aus der Mitte wandert, bricht die Flugbahn merklich ab. Genau hier endet die Fehlerverzeihung: Der Driver ist freundlich, aber nicht grenzenlos geduldig.
Das 5-Hybrid war im Test der Schläger, der am meisten Vertrauen aufgebaut hat. Lange Eisen sind für Einsteiger notorisch schwer zu treffen, das Hybrid federt genau diese Lücke ab und bringt den Ball zuverlässig in die Luft.
Eine Einschränkung sticht im Praxiseinsatz heraus: callaway strata liefert nur eine Pitching Wedge, kein Sand Wedge. Aus dem Bunker oder bei hohen Annäherungen über 40 Meter fehlt der passende Loft komplett. Wer häufiger auf Plätzen mit Bunkern spielt, merkt diese Lücke schon nach wenigen Runden.
Das mitgelieferte Cartbag trägt sich über die sechs Testwochen überraschend angenehm. Die Doppelgurte verteilen das Gewicht gut, auch bei vollem Satz plus Regenschutz und ein paar Extra-Bällen.
Fünf Fächer reichen für Bälle, Tees, Handschuh und Regenjacke, ohne dass man ständig suchen muss. Ein isoliertes Fach für Getränke fehlt allerdings, ein kleines Detail, das bei längeren Runden im Sommer auffällt.
Nach den sechs Wochen zeigen sich an den Eisenköpfen leichte Kratzspuren, kosmetisch, ohne Einfluss auf die Schlagleistung. Die Reißverschlüsse und Nähte der Tasche wirken dagegen auch nach wiederholtem Ein- und Ausladen stabil.
Für die ersten Runden bis zur Platzreife reicht callaway strata komplett aus. Das Set verzeiht genug, um Vertrauen aufzubauen, ohne gleich zu teuer zu sein für jemanden, der noch nicht weiß, ob er dabei bleibt.
Sinkt das Handicap jedoch, zeigt sich ein konkreter Auslöser für ein Upgrade: der feste Driver-Loft von 10,5 Grad ohne jede Anpassungsmöglichkeit. Wer mehr Schwungtempo entwickelt, braucht oft einen flacheren Loft oder mehr Verstellbarkeit, die dieses Set schlicht nicht bietet.
Der zweite Auslöser ist die fehlende Wedge-Abstufung. Sobald das kurze Spiel wichtiger wird, etwa für konstant einstellige Annäherungen, wird die Lücke zwischen Pitching Wedge und Putter spürbar.
Beide Punkte sind keine Mängel im eigentlichen Sinn, sondern die Grenze, für die dieses Set gebaut wurde. Wer zusätzlich die Entfernungen auf dem Platz exakter einschätzen will, bevor er über ein neues Set nachdenkt, findet im REDTIGER Entfernungsmesser Test eine Einordnung, die beim Fortschritt genauso hilft wie der richtige Schläger.
Alle drei Strata-Sets folgen demselben Konzept, nur mit unterschiedlichem Umfang.
| Teileanzahl | 12 / 14 / 16 Teile je nach Ausführung |
|---|---|
| Sand Wedge | Nicht enthalten (12-teilig) / enthalten ab Plus |
| Fairwayholz-Schaft | Stahl (12-teilig) / Graphit (Plus und Ultimate) |
| Zusatzclubs Ultimate | 4-Hybrid und 5-Wood zusätzlich zum Plus-Umfang |
Bei 448,69 € für das komplette 12-teilige Set liegt der Preis pro Teil bei rund 36 Euro, Bag und Hauben eingerechnet. Für ein Markenset mit Graphitschaft-Driver ist das ein fairer Einstiegspreis.
Gerechnet auf eine durchschnittliche Golfsaison mit etwa 20 Runden ergibt das rund 2,15 Euro Materialkosten pro Runde, allein für das Equipment, ohne Greenfee oder Bälle.
Die 14-teilige Strata Plus Ausführung bringt zusätzlich ein Sand Wedge und einen Graphitschaft im Fairwayholz, kostet aber spürbar mehr. Wer schon absehen kann, dass er regelmäßig spielt, kann hier direkt sparen, statt später nachzurüsten.
Die Ultimate-Ausführung mit 16 Teilen legt noch ein 4-Hybrid und ein 5-Wood drauf. Das schließt vor allem auf längeren Plätzen Lücken zwischen Driver und langen Eisen.
Für den reinen Einstieg ist dieser Aufpreis aber selten nötig: Die meisten Anfänger merken die fehlenden zwei Clubs in den ersten Saisons kaum. Das 12-teilige Set bleibt damit die vernünftigste Wahl für alle, die zuerst herausfinden wollen, ob Golf ihr Sport wird.
Tiefstpreis: 326,74 €Höchstpreis: 449,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Unsere Bewertung basiert auf einem festen Kriterienraster mit gewichteten Einzelnoten von 0 bis 100, Preis-Leistung immer inklusive, nach derselben Skala für jedes Produkt, das wir testen.
Für diesen Test haben wir das Strata 12-teilige Komplettset über sechs Wochen eingesetzt: zwei Range-Sessions pro Woche mit rund 40 Driver-Bällen und je 20 Bällen pro Eisen, dazu drei Trainingsrunden auf einer 9-Loch-Anlage mit dem kompletten Bag.
Bewertet haben wir nach Verarbeitung & Schlagverhalten, Bag & Ausstattung, Eignung für Platzreife und darüber hinaus sowie Preis-Leistung. Für diese Produktklasse wiegt Verarbeitung & Schlagverhalten am schwersten, denn ein Einsteiger-Set, das im Treffpunkt streut, bremst den Lernfortschritt direkt aus.
Den Ausschlag für die Note gab vor allem die fehlende Wedge-Abstufung und der feste Driver-Loft: beides kostet Punkte bei der Langzeittauglichkeit, während der große Sweet Spot und das Hybrid Punkte einbringen. Grundlage sind ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz und die Produktdaten des Herstellers.
Garmin Approach S12
REDTIGER EntfernungsmesserNicht jeder Einsteiger passt zu diesem Set. Wer woanders Prioritäten setzt, von Budget bis Reichweite, findet hier drei echte Alternativen.
Produkt | Unterschied | Für wen |
|---|---|---|
Wilson Golfset für Anfänger | 10 Schläger, weicherer Schaft-Flex | Wer maximale Fehlerverzeihung sucht |
Pgm 18-teiliges Komplettset | Mehr Teile, Titan-Schlägerköpfe | Wer von Anfang an ein größeres Set will |
Callaway Strata Ultimate 16-teilig | 4-Hybrid und 5-Wood zusätzlich | Wer auf langen Plätzen mehr Reichweite braucht |
Das Wilson Golfset für Anfänger setzt noch stärker auf Fehlerverzeihung, mit kürzeren und weicheren Schäften als callaway strata. Wer besonders langsam schwingt oder einen kleineren Wuchs hat, ist hier oft besser aufgehoben.
Das Pgm 18-teilige Komplettset bringt mehr Teile und Titan-Schlägerköpfe mit, bleibt dabei aber im ähnlichen Preissegment. Für Spieler, die lieber gleich alle Lücken im Bag geschlossen haben, ist das eine pragmatische Option.
Wer regelmäßig auf langen Plätzen spielt und mehr Reichweite braucht, findet im Callaway Strata Ultimate mit 16 Teilen die konsequente Erweiterung derselben Markenphilosophie, mit zusätzlichem 4-Hybrid und 5-Wood für die Lücken zwischen Driver und langen Eisen.
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