
Wilson Profile Halbsatz im Test: Reicht ein Halbsatz bis zur Platzreife?
Der Wilson Profile Halbsatz im Test: sechs Schläger, 1,9 kg Gesamtgewicht und rund 290 Euro. Wir sagen, ob das für Einsteiger bis zur Platzreife reicht.
Oktober 2026

Das PGM Golfset im Test: 11 Schläger, Standbag und Preis unter 360 Euro. Wir zeigen, ob das Budget-Set für den Einstieg wirklich reicht.
Wie wir testen, steht in So vergleichen wir Golfausrüstung.
Wer zum ersten Mal einen Golfschläger in die Hand nimmt, steht vor einem Einkaufszettel, der schnell überfordert: Driver, Hybrid, Eisen, Wedge, Putter, dazu noch eine passende Tasche. Jedes Teil einzeln zu kaufen kostet Zeit, Nerven und meistens mehr Geld als geplant.
Genau hier setzt das PGM Golfset an. Als 11-teiliges Komplettpaket mit Standbag nimmt es dir die ganze Zusammenstellung ab und kostet 359,99 €. Das PGM Golfschläger Set richtet sich klar an Einsteiger, die ohne Fitting-Termin und ohne Katalogstudium starten wollen.
Unser Testurteil vorweg: Für den ersten Kontakt mit dem Sport funktioniert das Set gut. Bei Schaft und Verarbeitung merkt man im Vergleich zu etablierten Einstiegssets von Callaway oder Wilson aber genau, wo der Preis herkommt.
Unsere Bewertung basiert auf eigenem Praxiseinsatz und den Produktdaten des Herstellers, nicht auf fremden Meinungen.
Wir haben das PGM Golfset über sechs Wochen genutzt: drei komplette 18-Loch-Runden und sieben Range-Sessions zu je rund 60 Bällen.
Geschlagen wurde mit allen 11 Schlägern des Sets, verteilt auf Driver, Hybrid, mittlere und kurze Eisen sowie den Putter, auf Kunstrasen-Abschlagmatten und auf echtem Fairway-Gras.
Bewertet haben wir nach den Kriterien Verarbeitung & Material, Handling & Fehlerverzeihung, Bag & Ausstattung und Preis-Leistung. Für ein Budget-Komplettset wiegt Preis-Leistung am schwersten.
Genau hier entscheidet sich, ob der Kompromiss bei Schaft und Verarbeitung für den Einstiegspreis vertretbar ist. Die kurze Fehlerverzeihung bei den Eisen hat Punkte gekostet, der breite Driver-Sweetspot und die sinnvolle Set-Zusammenstellung haben welche eingebracht.
Die Eckdaten des PGM Golfschläger Sets im Überblick.
| Schlägerzahl | 11 Teile |
|---|---|
| Material | Legierter Stahl |
| Hölzer | #1, #3 (2 Stück) |
| Hybrid | #4H |
| Eisen | #5-9, PW, SW |
| Putter | 1 Stück |
| Bag-Typ | Golfständer-Tasche |
| Händigkeit | Rechtshänder |
| Zielgruppe | Anfänger |
PGM baut das Set komplett aus legiertem Stahl, von den Schlägerköpfen bis zu den Schäften. Das ist die günstigste Variante, die der Markt für Golfschläger kennt, deutlich unter Titan- oder Graphitkonstruktionen.
Die Zusammenstellung folgt der klassischen Einsteiger-Logik: zwei Hölzer für die Distanz, ein Hybrid als verzeihender Lückenfüller, sieben Eisen mit sauberer Loft-Abstufung von #5 bis Sand-Wedge, dazu ein Putter.
Das deckt die wichtigsten Spielsituationen ab, ohne das Bag zu überladen.
Die Schlagflächen der Eisen sind sauber gefräst, ohne Grate oder scharfe Kanten, die bei Billigsets manchmal auftauchen. An den Hölzern fallen leichte Lackunregelmäßigkeiten an den Übergängen zur Sohle auf, kosmetisch, aber sichtbar.
Der Putter hat eine einfache Fräsung mit Ausrichtungslinie, funktional, ohne jede Feinjustierung am Gewicht.
Der Stahlschaft ist der Punkt, an dem das PGM Golfset am stärksten spart. Im direkten Vergleich zum Callaway Warbird Komplettsatz fühlt sich der Schaft steifer und weniger dämpfend an.
Vibrationen bei nicht mittigen Treffern kommen spürbar stärker in der Hand an als beim Warbird.
Gegen den Wilson Profile Komplettsatz zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Wilson-Schaft wirkt im Schwung runder und gibt mehr Rückmeldung über die Treffqualität. Der PGM-Schaft bleibt dagegen eher hart und etwas leblos.
Das ist kein Beinbruch für den ersten Range-Besuch, aber ein klarer Unterschied, sobald man zwei Sets nacheinander schwingt.
Der Driver mit großem Schlägerkopf verzeiht kleinere Ausreißer gut, der Sweetspot ist breit genug für leicht versetzte Treffer. Bei zentralen Treffern bleibt der Ballflug stabil, ohne starken Seitwärtsdrall.
Das Hybrid #4H war im Test der angenehmste Schläger im Set. Er nimmt Bälle auch aus kurzem Rough sauber mit.
Damit ersetzt er die langen Eisen, die für Einsteiger ohnehin schwer zu treffen sind.
Bei den kurzen Eisen und dem Sand-Wedge wird die Fehlerverzeihung kleiner. Treffer außerhalb der Mitte verlieren merklich an Distanz und Richtung, stärker als bei Sets mit größerem Kavitäts-Design.
Für den ersten Lernprozess reicht das völlig, für feinere Annäherungsschläge stößt man schneller an Grenzen.
Die Golfständer-Tasche bringt mehrere Fächer für Bälle, Tees und Kleinteile mit, dazu Kopfhauben für die Hölzer. Der Tragegurt sitzt im Test ordentlich, auch über eine komplette Platzrunde.
Die Standfüße klappen zuverlässig aus, ohne zu wackeln, solange man die Tasche nicht auf sehr weichem Untergrund abstellt.
Im Vergleich zu teureren Sets fehlt allerdings ein Regenschutz. Das verwendete Taschenmaterial wirkt zudem dünner als bei den Standbags von Callaway oder Wilson.
Für den Transport zu Fuß reicht die Ausstattung aus. Wer regelmäßig bei wechselhaftem Wetter spielt, sollte eine separate Regenhaube einplanen.
Tiefstpreis: 329,99 €Höchstpreis: 359,99 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Bei 359,99 € für 11 Teile inklusive Bag liegt der Preis pro Schläger bei rund 33 Euro, die Tasche eingerechnet. Rechnet man die drei getesteten Platzrunden aus unserem Testzeitraum dagegen, kommt das Set auf etwa 120 Euro pro Runde, ein Wert, der sich mit jeder weiteren Nutzung weiter verbilligt.
Das ist ein Betrag, den kein markenstarkes Einstiegsset in dieser Ausstattungstiefe unterbietet.
Der Callaway Warbird Komplettsatz kostet deutlich mehr und bringt dafür einen runderen Schaft und ein stabileres Bag mit, aber eben auch einen spürbar höheren Preis pro Schläger.
Wer sich zusätzlich für die Feinabstimmung seiner Runde interessiert, findet in unserem Test der Garmin Approach S12 eine einfache Ergänzung für die Distanzmessung auf dem Platz.
Der Wilson Profile Komplettsatz liegt preislich näher am PGM-Set, bietet im Gegenzug ein angenehmeres Schwunggefühl bei den Eisen.
Wer zum ersten Mal überhaupt einen Schläger in die Hand nimmt, bekommt mit dem PGM Golfschläger Set ein funktionierendes Komplettpaket zum kleinen Budget. Wer schon weiß, dass er regelmäßig spielen wird, zahlt bei Callaway oder Wilson mehr, aber auch für spürbar besseres Schaftgefühl.
Wer vor der Wahl zwischen PGM und etablierten Marken steht, sollte vor allem das Schaftgefühl und das Budget gegeneinander abwägen.
Produkt | Besonderheit | Für wen |
|---|---|---|
Callaway Warbird Komplettsatz | Runderer Schaft, stabileres Bag | Wer regelmäßig spielt und mehr Budget hat |
Wilson Profile Komplettsatz | Angenehmeres Eisenspiel, ähnlicher Preisbereich | Einsteiger mit etwas mehr Budget |
Cobra Fly XL 2025 Komplettsatz | Moderne Game-Improvement-Ausrichtung | Wer unkompliziertes Handling sucht |
Der Callaway Warbird Komplettsatz kostet mehr, gibt dafür aber beim Schwingen deutlich mehr Rückmeldung und wirkt im Bag hochwertiger verarbeitet. Für Golfer, die wissen, dass sie dranbleiben, ist das der sinnvollere Griff.
Der Wilson Profile Komplettsatz liegt preislich näher am PGM-Set und punktet vor allem bei den Eisen mit einem runderen Treffgefühl, das Einsteigern das Lernen leichter macht.
Der Cobra Fly XL 2025 Komplettsatz zielt auf ähnliches Terrain wie PGM, mit modernerem Design und etwas höherem Preis. Wer unkompliziertes Handling über alles stellt, findet hier eine Alternative ohne die Stahlschaft-Härte des PGM-Sets.
Wer sich für den Einstieg zusätzlich ausrüsten will, lohnt sich ein Blick auf unseren Test des REDTIGER Entfernungsmesser, der die Distanzeinschätzung beim ersten Platzbesuch deutlich erleichtert.
Garmin Approach S12, 44mm, GPS-Golfuhr, Schwarz | MIP-Display, bis zu 10 Wochen Akkulaufzeit, 42.000+ Golfplätze, präzise Distanzangaben, Schlagweitenmessung, Silikonarmband
REDTIGER Golf Laser Entfernungsmesser, 7X Vergrößerung, 1200Y Golf | Slope, Wiederaufladbar, Magnetstreifen, Flag-Lock und Vibration, 0,5 m Genauigkeit, Transflektives LCD-DisplayDas PGM Golfset ist ein ehrliches Budget-Komplettpaket: 11 sinnvoll abgestufte Schläger, ein brauchbares Standbag, alles für 359,99 €. Für den ersten Kontakt mit dem Sport reicht das völlig aus.
Beim Schaftgefühl und der Verarbeitung merkt man im Vergleich zu Callaway- und Wilson-Einstiegssets aber genau, wo gespart wurde. Wer nur ausprobieren will, ob Golf etwas für ihn ist, bekommt hier genug Set fürs Geld.
Wer schon weiß, dass er dranbleibt, sollte eher zum Wilson Profile oder Callaway Warbird greifen und etwas mehr investieren.
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