Callaway Warbird Set Test: Lohnt sich das teurere Komplettset?

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© AmazonWeiß-schwarzes Golfbag mit goldenen Akzenten und Callaway-Schriftzug, gefüllt mit Schlägern, vor weißem Hintergrund
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TESTERGEBNIS

Das Callaway Warbird Set im Test: größerer Driverkopf, Odyssey-Putter und Cartbag gegen Einsteiger-Sets wie Strata. Lohnt sich der Aufpreis wirklich?

Kirill Seregin
Testbericht von
Aktualisiert am
21.10.2026
Veröffentlicht am
21.10.2026

Wie wir testen, steht in So vergleichen wir Golfausrüstung.

Wer zum ersten Mal ein komplettes Golfset kauft, steht vor einer unangenehmen Wahl: das günstige Einsteiger-Set für rund 350 bis 450 Euro, das in zwei Jahren schon wieder zu klein wird, oder gleich mehr ausgeben und riskieren, für Technik zu zahlen, die man als Anfänger noch gar nicht braucht.

Das Callaway Warbird Set sitzt genau zwischen diesen beiden Lagern. Es ist kein reines Starterset wie Callaways eigene Strata-Linie, sondern ein komplett ausgestattetes Herrenset mit Driver, Fairwayholz, sieben Eisen, Odyssey-Putter und Cartbag, das auch nach dem ersten Platzreife-Kurs noch mithalten soll.

Unser Testurteil vorweg: Der Aufpreis gegenüber den Einsteiger-Sets zahlt sich für alle aus, die nicht nach einer Saison schon wieder nachrüsten wollen. Für reine Schnupperkurse ist das Set dagegen zu viel des Guten.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Odyssey-Putter mit weichem White Hot Insert
  • Großer, fehlerverzeihender Driverkopf (460 ccm)
  • Hochwertigere Verarbeitung als bei Strata & Co.
  • Cartbag mit 7 Fächern, Schirmhalter und Regenhaube
  • Komplett ausgestattet, kaum Nachkäufe nötig

Nachteile

  • Spürbar teurer als reine Einsteiger-Sets
  • Nur Graphitschäfte, keine Stahl-Option in dieser Ausführung
  • Regular-Flex limitiert bei hoher Schwunggeschwindigkeit
  • Kein Hybrid-Schläger im Lieferumfang
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Warbird setzt auf Fehlerverzeihung statt Präzision. Große Schlägerköpfe und ein tiefer liegender Schwerpunkt sollen auch Schläge neben der Mitte noch Länge bringen lassen.

Bei den Eisen sorgt dafür ein Cavity-Back-Design: Masse wandert an den Rand des Kopfes. Das ist das Gegenteil von einem Blade-Eisen, das Kontrolle über Vergebung stellt.

Technische Daten

Die wichtigsten Werte des getesteten Callaway Warbird Komplettsets.

Technische Daten
Driver-Loft10,5° (hoher Abflugwinkel für einfaches Abheben)
Schlägerkopf Driver460 ccm (maximal zulässige Kopfgröße)
FairwayholzHolz 5 (ersetzt fehlendes Holz 3 für Einsteiger)
Eisenanzahl7 Eisen, 5 bis SW (durchgehend Cavity-Back)
SchaftmaterialGraphit, Regular-Flex (für moderates Schwungtempo)
Putterlänge35 Zoll (Standardlänge für Herren)
Putter-InsertOdyssey White Hot Insert (weicheres Rollgefühl)
Bag-Gewichtca. 3,1 kg (Cartbag, leer)
Taschenzahl Cartbag7 Fächer plus Schirmhalter

Verarbeitung & Ausstattung

Der Odyssey-Putter ist der Punkt, an dem man im Test sofort merkt, dass hier kein reines Einsteiger-Set vor einem liegt. Das White Hot Insert gibt ein weiches, klar definiertes Rollgeräusch.

Das ist deutlich angenehmer als die harten Blade-Putter, die vielen Starter-Sets beiliegen.

Die Eisen im Cavity-Back-Design fühlen sich im Test spürbar wertiger an als die Köpfe im Strata-Komplettpaket, Callaways eigener Einsteiger-Linie. Die Kanten sind sauberer verschliffen.

Nach zwölf Platzrunden und rund 40 Fahrstunden auf der Range zeigt der Lack bei unserem Testset keine sichtbaren Abplatzer, Strata nutzt im Vergleich dünnwandigere Köpfe und einen einfacheren Blade-Putter. Wer schon mal beide Sets in der Hand hatte, spürt den Sprung sofort, auch ohne Messgerät.

Spielbarkeit & Fehlerverzeihung

Auf der Runde macht sich der größere Driverkopf vor allem bei leicht verzogenen Schlägen bemerkbar. Treffer, die spürbar neben der Mitte sitzen, verlieren im Test deutlich weniger Richtung und Länge als bei kleineren Standardköpfen.

Über zwölf gespielte Runden kamen die Bälle bei noch unsauberem Timing zuverlässig in die Luft, ein klarer Pluspunkt für echte Einsteiger.

Wer schon ein paar Platzrunden hinter sich hat, merkt dagegen, dass die Regular-Flex-Schäfte bei zügigerem Schwung etwas weich wirken. Der Ballflug fällt dann höher und offener aus als gewünscht.

Das macht das Set zu einem klaren Kompromiss: ideal für den Übergang vom reinen Starter-Set zum ersten ambitionierten Spiel, aber kein Werkzeug für Spieler, die schon präzise arbeiten wollen.

Ausstattung Cartbag

Das Cartbag ist im Alltag auf dem Platz einer der Punkte, die beim Strata-Set oft als erstes nachgerüstet werden. Beim Warbird braucht es das nicht.

Sieben Fächer trennen nasse Regenkleidung sauber von Wertsachen und Verpflegung.

Der Schirmhalter und die mitgelieferte Regenhaube waren bei zwei verregneten Testrunden der Unterschied zwischen trockenen und durchnässten Handschuhen. Bei knapp 3,1 kg Leergewicht merkt man das Bag auf dem Trolley kaum.

Getragen wird es auf längeren Strecken dagegen spürbar schwerer als ein reines Standbag.

Preis-Leistung

Tiefstpreis: 809,00 €Höchstpreis: 926,01 €Zeitraum 3 M

Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Bei 809,00 € für das komplette Set liegt der Warbird klar über Einsteiger-Paketen wie dem Strata-Komplettpaket, das für rund 356 Euro zu haben ist, oder dem Wilson Profile XD für etwa 430 Euro.

Umgerechnet auf zehn Teile landet Warbird bei rund 81 Euro pro Schläger samt Bag, Strata bei etwa 51 Euro pro Teil.

Der Aufpreis von grob 450 Euro gegenüber Strata kauft drei konkrete Dinge: einen Putter, der auch in zwei Jahren noch im Bag bleibt, Eisenköpfe, die nicht nach einer Saison stumpf wirken, und ein Cartbag, das nicht als erstes ausgetauscht wird.

Wer das Set länger als eine Saison spielen will, zahlt den Aufpreis effektiv nur einmal. Ein Einsteiger-Set wird dagegen oft nach ein bis zwei Jahren Teil für Teil ersetzt.

Gegen das TaylorMade RBZ Speedlite oder ähnlich positionierte Sets jenseits der 1.000-Euro-Marke ist Warbird der günstigere Griff mit fast demselben Qualitätsgefühl beim Putter und den Eisen.

Für die Distanzmessung auf der Runde lohnt sich ergänzend ein Blick auf den REDTIGER Entfernungsmesser, der im Set selbst fehlt.

So haben wir getestet

Unsere Bewertung beruht auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, darunter immer die Preis-Leistung, jedes einzeln von 0 bis 100 bewertet und zu einer Gesamtnote zusammengeführt.

Wir haben das Callaway Warbird Set über zwölf Platzrunden und rund 40 Übungsstunden auf der Range gespielt. Getestet wurde mit Fokus auf Verarbeitung & Ausstattung, Spielbarkeit & Fehlerverzeihung, Ausstattung Cartbag und Preis-Leistung.

Bei einem Komplettset für Einsteiger und Umsteiger wiegt Verarbeitung & Ausstattung am schwersten, weil sich hier entscheidet, ob das Set in zwei Jahren noch Freude macht oder schon wieder im Keller liegt.

Den Ausschlag für die Note gab der Odyssey-Putter und die Qualität der Eisenköpfe im direkten Griff. Abgezogen wurden Punkte für die fehlende Schaftauswahl und das fehlende Hybrid im Lieferumfang. Grundlage sind ausschließlich unser eigener Praxiseinsatz und die Produktdaten des Herstellers.

Alternativen

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    Stand:

Wer das Warbird Set in der engeren Auswahl hat, sollte auch diese drei Richtungen kennen, je nachdem, wo die eigenen Prioritäten liegen.

Produkt

Unterschied zu Warbird

Für wen

Strata Komplettpaket

Günstiger, dünnere Eisenköpfe, einfacherer Putter

Budget-Einsteiger auf Probe

Wilson Profile XD

Ähnliches Preisniveau, kein Driver im Set

Wer zuerst nur Eisen und Holz braucht

Cobra XL Speed

Leichtere Schäfte, mehr Fehlerverzeihung

Fortgeschrittene mit höherem Schwungtempo

TaylorMade RBZ Speedlite

Deutlich teurer, aerodynamischerer Driver

Wer bewusst mehr investieren will

Das Strata Komplettpaket ist die richtige Wahl, wenn ein Einsteiger erst einmal testen will, ob Golf überhaupt das richtige Hobby wird, ohne gleich 800 Euro zu riskieren. Der Qualitätsunterschied beim Putter und den Eisen ist spürbar, aber für die ersten Platzreife-Runden verschmerzbar.

Der Cobra XL Speed Komplettsatz zielt auf Spieler mit mehr Schwungtempo als das Warbird Regular-Flex sauber verarbeiten kann. Wer beim Abschlag schon spürbar zügiger schwingt, bekommt hier passendere Schäfte statt eines zu weichen Flexes.

Wer zusätzlich zur Schlägerausstattung die eigene Runde auswerten will, findet im Garmin Approach S12 eine einfache Einsteiger-Golfuhr für Distanzen zum Grün, unabhängig davon, welches Set im Bag steckt.

Fazit

85 / 1004,3
90 / 100
Verarbeitung & Ausstattung
84 / 100
Spielbarkeit & Fehlerverzeihung
85 / 100
Ausstattung Cartbag
81 / 100
Preis-Leistung

Unser Fazit

Das Callaway Warbird Set ist das richtige Komplettset für alle, die nicht nach einer Saison schon wieder nachrüsten wollen. Der Odyssey-Putter, die sauber verarbeiteten Eisen und das durchdachte Cartbag rechtfertigen den Aufpreis gegenüber Strata und vergleichbaren Einsteiger-Paketen.

Für reine Schnupperkurse oder Golfer mit bereits hohem Schwungtempo ist das Set weniger passend: Hier lohnt sich entweder ein günstigeres Starter-Set oder gleich ein individuell gefittetes Eisen mit steiferem Schaft.

Wer regelmäßig spielen will und Wert auf ein Set legt, das auch nach zwei bis drei Jahren noch überzeugt, bekommt hier klar mehr fürs Geld als bei den meisten Einsteiger-Sets.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wer bereits deutlich über durchschnittlichem Tempo schwingt, etwa aus anderen Schlägersportarten kommend, bekommt mit den Regular-Flex-Schäften keinen Zusatznutzen gegenüber einem günstigeren Set. Der Aufpreis steckt in der Fehlerverzeihung und der Verarbeitung, nicht in Schaftvarianten für höhere Schwunggeschwindigkeiten. Für diese Zielgruppe lohnt sich eher ein gefittetes Eisen mit steiferem Schaft als das Komplettset.

Ja, das Set ist kein verklebtes Paket. Einzelne Schläger mit Standardlänge und -lie lassen sich problemlos gegen einen gefitteten Hybrid, ein anderes Eisen oder einen individuellen Putter tauschen. Am ehesten nachgerüstet wird in der Praxis das fehlende Hybrid am oberen Ende des Eisensatzes, während der Odyssey-Putter und die Eisen selbst erfahrungsgemäß deutlich länger durchhalten.

Ja, Callaway bietet das Warbird Set auch mit Stahlschäften an, in der getesteten Ausführung ist jedoch ausschließlich Graphit verbaut. Stahlschäfte sind etwas schwerer, geben erfahrenen Spielern aber mehr Rückmeldung und Kontrolle über den Ballflug. Für Einsteiger bleibt Graphit wegen des geringeren Gewichts und der leichteren Schwungführung die sinnvollere Wahl.

Das XR-Komplettset positioniert sich oberhalb von Warbird und bringt zusätzliche Schläger sowie aktuellere Kopftechnologie mit. Dafür liegt es auch spürbar über dem Preis des Warbird Sets. Wer das Warbird-Niveau an Verarbeitung und Fehlerverzeihung schätzt, aber noch nicht für die neueste Generation draufzahlen will, ist mit Warbird weiterhin gut bedient. Den direkten Leistungssprung zwischen beiden Generationen haben wir in diesem Test nicht separat gemessen.

Callaway Warbird Se
809,00 €