
PGM Golfset Test: Lohnt sich das 359,99-Euro-Komplettset?
Das PGM Golfset im Test: 11 Schläger, Standbag und Preis unter 360 Euro. Wir zeigen, ob das Budget-Set für den Einstieg wirklich reicht.
Oktober 2026

Das Callaway XR 26 Golfset Herren im Test: 13 Teile, Graphitschäfte, Odyssey-Putter. Erfahrungen dazu, für wen sich das Callaway Komplettset wirklich lohnt.

Wie wir testen, steht in So prüfen wir Golfausrüstung.
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Skala 0-100 Punkte. Wie wir bewertenCopyright © 2026 golfsportvergleich
Das Callaway XR 26 ist kein Set für den schnellen Einstieg, sondern für Spieler, die nach der Platzreife mehrere Jahre bei einem Bag bleiben wollen. Die Kombination aus fehlertolerantem Driver, soliden Hybriden und dem auffällig guten Odyssey Putter überzeugt bei dieser Einordnung klar.
Wer gerade erst anfängt oder sein Budget eng hält, ist beim Strata oder Warbird besser aufgehoben. Für alle anderen ist das XR 26 eine Investition, die sich über die Nutzungsdauer auszahlt.
Unser Fazit: klare Empfehlung für Umsteiger nach der Platzreife, keine Empfehlung für reine HCP-Anfänger.
Wer nach der Platzreife ein komplettes Set sucht, das nicht nach zwei Saisons wieder getauscht werden muss, landet fast zwangsläufig beim Callaway XR 26. Es ist kein Set für den ersten Schnupperkurs, sondern eines, das mitwachsen soll, wenn das Handicap langsam sinkt.
Callaway positioniert das XR 26 bewusst über dem Einsteiger-Niveau des Callaway Strata Komplettsets: mehr Technik im Schlägerkopf, ein Odyssey-Putter statt eines einfachen Modells. Das Callaway Warbird Komplettset liegt preislich und technisch dazwischen.
Unsere Einordnung vorweg: Das XR 26 ist als Investition für mehrere Jahre gedacht, nicht als günstiger Einstieg. Für HCP-Anfänger, die erstmal reinschnuppern wollen, ist es schlicht das falsche Set.
Die wichtigsten Werte zu Schlägerkopf, Schaft und Lieferumfang im Überblick.
| Driverkopf | Titan (lange, stabile Drives) |
|---|---|
| Schaftmaterial | Graphit (leicht, dämpft Vibration) |
| Schlägerzahl | 12 Schläger + Putter (volle Bag-Abdeckung) |
| Eisensatz | 6 bis 9, PW, AW, SW (7 Eisen/Wedges) |
| Hybriden | 4H und 5H (Ersatz für lange Eisen) |
| Putter | Odyssey Putter |
| Taschentyp | Standbag |
Die technische Grundidee des XR 26 ist einfach: möglichst viel Fehlertoleranz über die gesamte Bag-Breite, vom Titan-Driver bis zu den Eisen.
Diese Eisen folgen dem sogenannten Game-Improvement-Design: breite Sohle und tiefer Schwerpunkt, gebaut für einen verlässlich hohen Ballflug statt maximaler Kontrolle.
Callaway Golf XR 26 KomplettsetDas XR 26 gibt es in zwei Farbvarianten, technisch identisch bis auf die Optik. Black/Silver ist die dezentere Wahl, Blue/Red setzt sichtbar mehr Kontrast auf Kopf und Bag.
Beide Varianten teilen sich denselben Lieferumfang, es gibt keinen Leistungsunterschied zwischen ihnen. Die Kaufentscheidung ist also reine Geschmackssache, nicht sportlich relevant.
Preislich bewegen sich beide Farben in ähnlicher Spanne: 1.242,98 € für die getestete Ausführung, 1.550,00 € für die zweite Farboption. Wer zwischen beiden schwankt, sollte einfach zu der Optik greifen, die besser zum eigenen Bag-Stil passt.
Das XR 26 Komplettset kommt mit 13 Teilen: einem Driver, einem Fairwayholz (3W), zwei Hybriden (4H, 5H), sieben Eisen und Wedges (6, 7, 8, 9, PW, AW, SW) und dem Odyssey Putter.
Dazu kommt ein Callaway Standbag. Damit ist das Set ab dem ersten Tag spielfertig, es fehlt kein Schläger, den ein Golfer nach der Platzreife für eine volle Runde braucht.
Auffällig ist, dass Callaway hier nicht auf einen Allerweltsputter setzt, sondern einen Odyssey, eine eigene Putter-Marke im Callaway-Konzern mit eigenständigem Ausrichtungsfokus.
Das ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit: Viele Komplettsets packen ein einfaches Zero-Modell ins Bag, hier zeigt sich, dass dem kurzen Spiel bewusst mehr Gewicht gegeben wurde.
Die getestete Ausführung des XR 26 läuft auf Graphitschäften. Graphit ist leichter als Stahl, dämpft Vibration beim Treffpunkt stärker und erlaubt dadurch meist etwas mehr Schwunggeschwindigkeit bei gleichem Kraftaufwand.
Der Nachteil von Graphit ist weniger Feedback bei sehr schnellem, kontrolliertem Schwung. Das vermissen aber fast nur Spieler mit niedrigem Handicap, also wenige Schläge über dem Platzstandard.
Händlerlistungen zeigen das Set neben Graphit auch mit Stahlschäften in Stiff- und Regular-Flex. Stiff passt zu hoher Schwunggeschwindigkeit und sucht präzise Kontrolle, Regular eignet sich für mittlere Schwunggeschwindigkeit und bietet mehr Balance.
Wer deutlich härter oder weicher schwingt, merkt den Unterschied. Ein zu weicher Flex bei hartem Schwung führt zu unkontrolliertem, hohem Ballflug. Ein zu steifer Flex bei langsamem Schwung bringt zu wenig Energie auf den Ball.
Im Alltag auf dem Platz zeigt sich das XR 26 als Set, das auf Vergebung statt auf Formgebung setzt. Für Spieler, die noch an einem konstanten Treffpunkt arbeiten, ist genau das der richtige Ansatz.
Die Game-Improvement-Eisen mit breiter Sohle und tiefem Schwerpunkt verzeihen einen leicht getoppten oder etwas dick getroffenen Ball. Die Distanz leidet dann zwar, der Ball bleibt aber meist spielbar und fliegt nicht völlig unkontrolliert ab.
Lange Eisen fehlen bewusst: Die Hybriden 4H und 5H übernehmen diese Rolle. Das ist aus unserer Sicht die richtige Entscheidung, lange Eisen sind für Spieler in diesem Handicap-Bereich oft reine Frustschläger.
Ein Set mit 7 Eisen und Wedges plus 2 Hybriden deckt 9 der insgesamt 12 Schläger im Bag ab, nur Driver, Fairwayholz und Putter kommen hinzu. Für einen Golfer nach der Platzreife ist das eine vollständige Grundausstattung ohne Lücke im Schlägerbag.
Für Spieler, die bewusst am Ballflug feilen und ihn gezielt formen wollen, braucht es irgendwann ein Set mit mehr Arbeitsmöglichkeiten am Schlägerkopf. Genau diese Zielgruppe spricht das XR 26 aber gar nicht an, es richtet sich an Golfer, die zuverlässige Ergebnisse über Formbarkeit stellen.
Die Eisen des XR 26 sind klassische Game-Improvement-Eisen: breite Sohle, tiefer Schwerpunkt, dickere Oberkante. Das Design unterstützt einen hohen, verlässlichen Ballflug auch bei Treffern abseits der Schlagflächenmitte.
Die Hybriden 4H und 5H übernehmen die Rolle der langen Eisen, die im Bereich HCP 54 bis 24 kaum jemand zuverlässig trifft. Hybriden holen vergleichbare Weite mit deutlich mehr Sicherheit.
Für sehr konstante Schläger mit niedrigerem Handicap wird die hohe Fehlertoleranz irgendwann zur Grenze. Diese Zielgruppe wird mit dem XR 26 aber ohnehin nicht angesprochen.
Tiefstpreis: 1.196,41 €Höchstpreis: 1.699,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Mit aktuell 1.242,98 € liegt das XR 26 über dem Callaway Strata Komplettset, das als reines Einsteiger-Set positioniert ist. Auch gegenüber dem Callaway Warbird Komplettset, das preislich dazwischenliegt, ist das XR 26 die teurere Wahl.
Wer nur ausprobieren will, ob Golf das richtige Hobby wird, zahlt beim XR 26 für Technik, die er in den ersten Jahren kaum ausreizt. Hier ist das Callaway Strata Komplettset die wirtschaftlich klügere Wahl.
Anders sieht es aus, wenn die Platzreife schon geschafft ist und das Set mehrere Jahre halten soll, ohne nach der ersten Saison wieder ausgetauscht zu werden. Dann rechnet sich der höhere Einstiegspreis über die Nutzungsdauer, weil kein zweites Set gekauft werden muss, wenn das Handicap sinkt.
Der Preis schwankt je nach Händler und Lagerbestand spürbar. Wer kauft, sollte den aktuellen Preis direkt prüfen, statt sich auf einen festen Wert zu verlassen.
Unsere Bewertung basiert auf einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, jedes von 0 bis 100 bewertet, Preis-Leistung immer inklusive, auf derselben Skala wie bei jedem anderen Set in dieser Kategorie.
Für das XR 26 haben wir die Kriterien Ausstattung, Schaft & Flex, Spielbarkeit und Preis-Leistung angesetzt. Bei einem Komplettset für die Zielgruppe nach der Platzreife wiegt Spielbarkeit am schwersten, da die Fehlertoleranz sonst ihren Sinn verliert.
Die Wertung wurde vor allem durch den Odyssey Putter nach oben gezogen, der über dem Niveau vergleichbarer Komplettsets liegt, während der hohe Preis gegenüber Einsteiger-Sets Punkte bei Preis-Leistung gekostet hat.
Callaway Warbird Se
PGM Golfset
Callaway Strata
Wilson Profile CompleteWer vor der Platzreife steht oder sein Budget spürbar niedriger ansetzen will, ist beim XR 26 an der falschen Adresse. Hier drei Sets, die für andere Zielgruppen besser passen.
Produkt | Positionierung | Für wen |
|---|---|---|
Callaway Strata Komplettset | Einsteiger-Niveau | HCP-Anfänger vor der Platzreife |
Callaway Warbird Komplettset | zwischen Strata und XR 26 | Umsteiger mit etwas mehr Budget |
Wilson Profile Complete | günstiger Einstieg | Budget-Einsteiger mit Graphitschäften |
Das Callaway Strata Komplettset ist die richtige Wahl, wenn noch unklar ist, ob Golf das dauerhafte Hobby wird.
Das Callaway Warbird Komplettset liegt preislich zwischen Strata und XR 26, eine gute Wahl für Spieler kurz vor oder nach der Platzreife mit etwas mehr Budget.
Das Wilson Profile Complete bietet Graphitschäfte zu einem deutlich niedrigeren Einstiegspreis, ideal für alle, die zunächst mit möglichst wenig Investition ins Spiel starten wollen.
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