
Sergio Garcia verlässt LIV Golf: 38,5 Millionen Dollar für die DP World Tour eingetauscht
Sergio Garcia verlässt LIV Golf nach vier Jahren und rund 38,5 Millionen Dollar Preisgeld und kehrt 2027 zur DP World Tour zurück, mit Blick auf Masters und Ryder Cup.

Sergio Garcia kehrt der LIV Golf-Liga den Rücken. Nach vier Jahren und rund 38,5 Millionen Dollar Preisgeld spielt der Spanier ab der Saison 2027 wieder auf der DP World Tour.
Wortlaut der Ankündigung und der Abschied von den Fireballs
„Nächste Saison werde ich auf der DP World Tour spielen“, schrieb Garcia in seinem Statement.
Er ließ sich dabei auch die Tür zur PGA Tour offen. Am spannendsten sei für ihn aber, schrieb er, persönliche Beziehungen zu vertiefen.
Austritt aus dem Kapitänsamt
Garcia hatte seit 2022 die Fireballs GC als Kapitän geführt. Mit dem Wechsel endet diese Rolle, das Team verliert seinen prominentesten Namen.
Vertragsausstieg über das Insolvenzgericht
Sein Weg zurück führte über ein Gericht. Nachdem LIV Golf im September Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt hatte, bat Garcia einen Bundesrichter, seinen LIV-Vertrag für beendet zu erklären oder ihm die eigene Kündigung zu erlauben.
Vier Jahre LIV Golf in Zahlen
2024 mit einem Turniersieg in Spanien
In der Saison 2024 gewann Garcia das Turnier in Andalucía, seinen ersten LIV-Einzeltitel.
2025 mit einem Sieg in Hongkong
In der Saison 2025 gewann Garcia in Hongkong, seinen zweiten LIV-Einzeltitel.
Was die Signing Fee verändert
Die 38,5 Millionen Dollar Preisgeld decken Garcias vier LIV-Saisons ab. Keine dieser Summen enthält die Antrittsprämie, die beim Wechsel 2022 mit rund 40 Millionen Dollar kursierte und nie offiziell von Garcia oder LIV bestätigt wurde.
Preisgeld plus Signing Fee ergeben zusammen eine Gesamtsumme von rund 78,5 Millionen Dollar, deutlich mehr als die reinen Turniereinnahmen allein nahelegen.
Was die Rückkehr kostet
Frei war der Weg zurück zur DP World Tour nicht. Garcia hatte seine Mitgliedschaft niedergelegt und musste sich für die Saison 2027 erneut qualifizieren.
Auch der sportliche Preis bleibt sichtbar: Die Rückkehr bedeutet, dass Garcia sich wieder den Regeln und dem Terminkalender der DP World Tour unterordnet, nachdem er vier Jahre nach eigenem Zeitplan gespielt hatte.
Garcia reiht sich in eine wachsende Liste ein
Mit seinem Wechsel folgt Garcia einer wachsenden Zahl von Spielern, die LIV Golf bereits verlassen haben, darunter sein spanischer Landsmann Jon Rahm sowie Louis Oosthuizen, Tyrrell Hatton, Ian Poulter, Graeme McDowell, David Puig, Abraham Ancer, Adrian Meronk und Thomas Pieters.
Sportlich peilt Garcia zwei große Ziele für 2027 an: die Rückkehr zum Masters in Augusta und einen Platz im europäischen Ryder-Cup-Team.
Unerledigte Rechnung in Augusta
Beim Masters 2026 hatte Garcia die Fassung verloren, einen Abschlagskasten beschädigt und seinen Driver zerstört. In seiner Ankündigung schrieb er, er sei bereit zu zeigen, was er daraus gelernt habe und wo er mental stehe.
Adare Manor als Ziel
Garcia machte zudem deutlich, dass er sich Chancen auf einen Platz im Team für Adare Manor in Irland ausrechnet und notfalls auch abseits des Spielfelds helfen will.



